Ev.-luth. Kirchengemeinde Hämelerwald

Frau Ebert geht in den Ruhestand

Sun, 05 Jul 2020 11:34:46 +0000 von Christina Reitzig

Liebe Frau Ebert, Sie sind jetzt über 25 Jahre Leiterin unserer Kindertagesstätte. Erinnern Sie sich noch, wie es begann?

Mein Mann hatte eine Arbeitsstelle in der Raffinerie in Dollbergen angetreten, wir waren im Sommer 1994 aus Sachsen-Anhalt nach Edemisssen gezogen und ich hatte mich nach Stellen umgeschaut. Hämelerwald war die 2. Stelle, auf die ich mich beworben habe, und nach dem Vorstellungsgespräch dachte ich: „Das wäre schade, wenn es nicht klappen würde!“

Auch zu unserem Glück hat es geklappt. Damals sah unser Kindergarten ja noch ganz anders aus.

Es gab eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe. Wir hatten mit je 20 Kindern nur einen Raum, denn im Nebenraum war der Kinderspielkreis mit weiteren 15 Kindern untergebracht – und die Terrasse war auch noch nicht überdacht.

Wie kam es zu den Veränderungen?

Der Bedarf an Ganztagsbetreuung wuchs, das Nachmittagsangebot wurde weniger nachgefragt und so wurde im Jahr 2011 auf Ganztagsbetreuung umgestellt. Inzwischen war der Kinderspielkreis aufgelöst, so dass ein Ruheraum zur Verfügung stand.
 
Auch die Außenanlage ist in Ihrer Zeit naturnah umgestaltet worden. Das Foto ist 2006  entstanden, als das Haus auf dem Fels aufgebaut wurde. Und dann kam die Krippe.

Die ersten Gespräche mit der Stadt gab es bereits 2006, aber es dauerte, bis 2011 die Bagger kamen. Dann ging es ganz schnell. Im Januar 2012 ging die Krippe in Betrieb.

Wie hat sich die Arbeit inhaltlich verändert?

Die Verwaltungsarbeit hat enorm zugenommen. Immer mehr Auflagen sind zu erfüllen, zu dokumentieren und zu überwachen. Man muss dauernd aufpassen, dass man nichts vergisst.

An welche Highlights erinnern Sie sich?

Oh, viele! Früher haben wir mit allen Kindergartenkindern in Groß Lobke übernachtet, und nie musste eins wegen Heimweh abgeholt werden. Viele PraktikantInnen haben einen Teil der Ausbildung bei uns absolviert und es bedauert, dass wir keine Stelle für sie hatten, denn – und das ist das Schöne – wir hatten kaum Fluktuation.

Und schwierige Zeiten?

Die gab es hin und wieder, aber ich wusste immer, dass das Team und der Träger hinter mir stehen und so haben wir sie gut bewältigt.

Was haben Sie im Ruhestand vor?

Mein Mann hat mir ein Gewächshaus aufgebaut. Ich freue mich, dort Zeit zu verbringen. Und es gibt viele Städte, die mich interessieren und die ich besuchen möchte. Ich kann mir auch vorstellen, die innerdeutsche Grenze langzuwandern oder den Jakobsweg.

Liebe Frau Ebert, wir danken Ihnen herzlich für Ihr Engagement für unsere „Schatzkiste“ und wünschen Ihnen für die Zukunft Gottes Segen und Geleit!
Quelle: Frau Habersack